PRT Spritze

Die PRT Spritze Erfahrungen

Nachdem ich während meines Bandscheibenvorfalles im Jahr 2012 mehrfach mit Schmerzinfusionen therapiert wurde und ich im Frühjahr 2015 während meines nächsten schweren Bandscheibenvorfalls, wieder in der LWS L5S1, zunächst von meiner Hausärztin Cortinson in Tablettenform bekam, schlug mir mein Orthopäde die PRT Spritze vor. Er hielt nichts von Cortison in Tablettenform, da diese die Leber und Nieren schaden würde. Nach dem mir mein Orthopäde die Vorgehensweise und die erwünschte Wirkung erklärte, bekam ich eine Einverständniserklärung mit nach hause und eine Broschüre zur weiteren Aufklärung. Ich selber wollte es mir zunächst durch den Kopf gehen lassen, da ich wahrscheinlich dieselben Bedenken hatte, wie viele meiner Leser/innen. Ist die PRT Spritze schmerzhaft, kommt es eventuell zu Komlikationen, wie Entzündung und Verletzung durch die Spritzennadel selber? Hilft die PRT Behandlung wirklich, oder lohnt sich der emotionale Aufwand nicht.

Die PRT Behandlung

Die periradikuläre Therapie kann über mehrere Sitzungen gehen, oder auchh nur einmalig sein. Ich habe viel Gutes über die Behandlung gehört. Das Cortison bei Bandscheibenvorfall wirkt stark abschwellend, so das der Nerv nicht mehr kompromiert wird und das Schmerzmittel verfehl seine Wirkunh auch nicht. Also habe ich mich entschlossen, die Behandlung durchführen zu lassen. Ich war sehr nervös, weil mir keiner sagen konnte wie sich das ganze anfühlt. Als Spitzenschisser steht man da eber schwer vor.

Facetteninfiltration schmerzhaft

Ich bin pünktlich bei meinem Orthopäden zu dem Termin aufgeschlagen und kam sehr zügig dran. Dennoch startet das Kopfkino und die Nervosität stieg. Alles ging ganz schnell. Die zu infiltrierende Stelle war schnell ausgemacht. Weder die vorausgehende Betäubungsspritze, noch die tatsächliche PRT Spritze, mit einer ordentlichen Kanüle, haben irgendwelche Schmerzen verursacht. Na gut, natürlich piekste der Einstich wie bei einer Blutabnahme und es zog etwas im betroffenen Bein. Ich habe zudem gespürt, wie sich der Medikamentencocktail im Rückenmark ausbreitete. Das war nicht schmerzhaft, jedoch heizte dies mein Kopfkino weiter an. Nach kaum 5 Minuten war die PRT Behandlung durch und ich verabschiedete mich so langsam von meinem Kreislauf. Männer halt!  Da hieß es: Beine hoch und ein Glas kaltes Wasser. So kam ich recht schnell wieder zu mir.

PRT Spritze Nebenwirkungen

Ich durfte unmittelbar nach der PRT Spritze kein Auto fahren. Also musste ich begleitet werden. Nebenwirkungen an sich, bis auf das abschmieren des Kreislaufes und der aufgeführten Empfindungen, hatte ich zum Glück keine. Die Einstichstelle hat sich nicht entzündet, der Orthopäde hat auch keinen Nerv verletzt, oder versehentlich eine Punktion von Liquor (Nervenwasser) ausgelöst. Dieses hätte zu Kopfschmerzen geführt, die ich aber nicht hatte.

Mein Fazit zur PRT Spritze und Wirkung

Die Facetteninfiltration an sich war ganz gut erträglich. Mein Kopfkino ließ jedoch eine weitere PRT Behandlung nicht mehr zu. Die Wirkung setzte wie beim Schmerztropf relativ schnell ein, abends ging es mir um einiges besser, die wahnsinnigen Schmerzen im Bein ließen nach. Das war allerdings von recht kurzer Dauer. Nach nicht einmal einer Woche war alles wieder beim Alten. Ich entschied mich gegen weitere PRT Spritzen, da ich von der Wirkungsweise einen Vergleich zum Schmerztropf sah. Zu der Zeit bin ich einmal die Woche in die Praxis gekrabbelt, habe mir den Schmerztropf angetan und hatte ein paar Tage wieder gesteigerte Lebensqualität. Nachhaltig war das aber nie und mündete in der Entscheidung zu einer Operation. Ich sah mich nun im Geiste mehrfach die PRT Spritze bekommen, mit allem was dazugehört und kam nicht zu der Überzeugung, dass das der große Wurf wird.